Das sich selbst in anderen erkennen

Urteil zur Sterbehilfe

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Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch das erst 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe für verfassungswidrig erklärt. Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, begründet das Gericht sein Urteil. Das schließe die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen. Der Strafrechtsparagraf 217 mache das weitgehend unmöglich. Die Richter erklärten das Verbot nach Klagen von Kranken, Sterbehelfern und Ärzten für nichtig. (Az. 2 BvR 2347/15 u.a.)


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Über diesen Podcast

Die Einsicht in die verletzliche Natur des Menschen, die jedem einzelnen eingegeben ist, und die Akzeptanz dieses Aspekts, sind wohl eine der stärksten Quellen für die Herausbildung von echtem menschlichen Gemeinsinn und humaner Verbundenheit. Dies hat auch MacIntyre im Sinn, wenn er unterstreicht, dass sich Solidarität und Hilfe keinesfalls in bloß einseitigen Beziehungen vollziehen, in denen ein gesunder Mensch einem hilfsbedürftigen Mitmenschen Beistand leistet und dieser die Wohltaten nur empfängt. Die Anerkennung der menschlichen Abhängigkeit umfasst weit mehr als nur das Einsehen einer Unausweichlichkeit, sie vollzieht sich vielmehr in Momenten der Begegnung und des Sich-selbst-im-Anderen-Erkennens.

von und mit Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller

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